Werbung darf nicht lügen, nur verführen
 

Dazwischen befindet sich ein ausgedehnter Graubereich. Unlauter handelt, wer dem Verbraucher eine wesentliche Information vorenthält, die dieser je nach den Umständen benötigt, um eine informierte geschäftliche Entscheidung zu treffen, § 5 a Abs. 2 UWG. Für konkrete Angebote an Verbraucher bestimmt § 5a Abs.  3 UWG, welche Informationen wesentlich sein sollen, darunter: alle wesentlichen Merkmale der beworbenen Leistung. Eine Werbung stellt dann ein Angebot dar, wenn Preis und Leistung soweit beschrieben sind, dass sich der Leser zum Kauf entscheiden könnte. Der BGH hat nun bestätigt, dass Hersteller und Typenbezeichnung der Elektrogeräte zu den wesentlichen Merkmalen einer zum Festpreis beworbenen Küche gehören. Die Werbung muss diese Informationen also enthalten. Dem Juristen sind übersichtlich geordnete Produktdatenblätter lieber als dauernd diese Werbung. Der Werber kann da nur auf die reine Imagewerbung ausweichen. Verführen statt informieren.   Mehr Beiträge rund um Werbung, Wettbewerb & Vertrieb gibt es in unserem monatlichen Magazin-Newsletter: HK2 Der Rote Faden Bildnachweis: ©  VICUSCHKA/fotolia.com

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Influencer-Marketing = Schleichwerbung?
 

Wenn Social-Media-Persönlichkeiten Produkte auf ihren Kanälen platzieren,  wird der Eindruck erweckt, dass  sie  diese selbst nutzen und davon total begeistert sind. Das kann ziemlich grotesk werden. So zum Beispiel bei #coralcares auf Instagram: Da wird das Waschmittel schon mal im Bett präsentiert oder im Fahrradkörbchen spazieren gefahren. Der Grund? Meistens Geld. Diese Social Media-Beiträge sind keine unabhängige Meinungsäußerung, sondern verfolgen einen geschäftlichen Zweck. Das Gesetz sieht dafür entsprechende Kennzeichnungspflichten vor. Das OLG Celle hat nun entschieden, dass der #ad zur Kennzeichnung von Werbung jedenfalls dann nicht ausreichend ist, wenn er aufgrund einer Vielzahl anderer Hashtags untergeht. Nicht nur Influencer haften für Verstöße, auch das Unternehmen, das sich dieser Person zu Werbezwecken bedient. Daher gilt für solche Unternehmen: Richtlinien aufstellen, wie diese Beiträge eindeutig als Werbung zu kennzeichnen sind.   Bildnachweis: ©  Ocskay Mark/fotolia.com

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Tipps zur Website-Erstellung
 

Manche Wünsche bleiben unerfüllt. Im Leben muss man das wohl akzeptieren. Bei Leistungsverträgen galt bisher allerdings das Prinzip, dass ein Anspruch auf die vereinbarte Leistung besteht. Das sieht das AG Essen anscheinend anders. Nur weil die Konzeptionierung einer suchmaschinenoptimierten (SEO) Website beauftragt war, heißt das noch nicht, dass sie auch zu liefern ist. (mehr …)

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AdWords: Vorsicht bei der Werbung mit fremden Marken in der Subdomain
 

In Fällen von Brand Bidding hat das OLG Frankfurt kürzlich entschieden, dass es wettbewerbswidrig ist, in der Display URL von AdWords mit fremden Marken in der Subdomain zu werben, wenn auf der verlinkten Zielseite nicht mehr als 50% der Produkte vom Markeninhaber stammen. (mehr …)

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Spread the Word – Schleichwerbung in Social Media und Blogs
 

Der Werbewert von Berichten in unabhängigen Blogs oder von verteilten Links und Botschaften in sozialen Netzwerken ist immens. Wenn Startup und Äußernder sich jedoch zusammen tun, ist schnell der Tatbestand der Schleichwerbung erfüllt. (mehr …)

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Keyword Advertising
 

Verschiedene Onlinedienste ermöglichen die Platzierung von Werbung zu bestimmten Schlagwörtern („Keyword Advertising“). Bei Google beispielsweise werden auf diese Weise Anzeigen neben der Trefferliste verkauft. (mehr …)

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Leicht gespartes Geld – klassische Stolperfallen bei den ersten Schritten im Internet
 

Vor kurzem wartete Heise mit einer Meldung auf, dass der häufigste Beschwerdegrund beim Crowdfunding-Portal kickstarter im Jahr 2014 Urheberrechtsverletzungen, vorrangig die unerlaubte Nutzung von Bildern, waren. Diese Meldung deckt sich mit den Ergebnissen verschiedener Umfragen und Abmahnstudien der vergangenen Jahre, die immer wieder zeigen, dass die prominentesten Gründe für Abmahnungen rechtlich einfach gelagerte Sachverhalte betreffen und sich leicht vermeiden ließen. (mehr …)

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Rechtssichere Werbung: Den aufgeklärten Verbraucher zum Kauf verführen
 

Erfolgreiche Werbung soll Kunden in den Bann ziehen. Werbung ist daher geprägt von Übertreibungen, Hervorhebungen, der persönlichen, emotionalen Ansprache der Kunden und der Visualisierung des beworbenen Produkts. Gerade gegenüber Verbrauchern kann solche „typische“ Werbung rechtlich problematisch sein. (mehr …)

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